Planen und Bauen

SIA-Phasen im Bauwesen:
Von der ersten Idee bis zur Bewirtschaftung

Ein Bauprojekt durchläuft zahlreiche Schritte, bevor ein Gebäude geplant, erstellt und schliesslich genutzt werden kann. Dabei verändern sich die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und benötigten Informationen im Verlauf des Projekts.

Das Phasenmodell des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) schafft eine gemeinsame Orientierung für diesen Ablauf. Es gliedert den Lebenszyklus eines Bauvorhabens von der strategischen Planung über die Projektierung und Realisierung bis zur Bewirtschaftung.

Doch ein Bauprojekt besteht nicht nur aus aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten. In jeder Phase entstehen Informationen, die für spätere Entscheidungen und Aufgaben wichtig sind.

Pläne, Modelle, Protokolle, Kosteninformationen, Abnahmen und technische Dokumentationen müssen deshalb nicht nur erstellt, sondern auch nachvollziehbar verwaltet und bei Bedarf an die nächsten Verantwortlichen übergeben werden.

Was sind die SIA-Phasen?

Die SIA-Phasen strukturieren den Ablauf eines Bauprojekts und helfen, Aufgaben und Ergebnisse zeitlich und organisatorisch einzuordnen.

Das Phasenmodell nach SIA 112 unterscheidet sechs Hauptphasen:

Phase Bezeichnung Schwerpunkt
1 Strategische Planung Bedürfnisse und Ziele klären
2 Vorstudien Lösungswege und Machbarkeit untersuchen
3 Projektierung Das Bauvorhaben planerisch entwickeln
4 Ausschreibung Leistungen ausschreiben und vergeben
5 Realisierung Ausführung vorbereiten, bauen und abschliessen
6 Bewirtschaftung Das Bauwerk betreiben und erhalten

Die Hauptphasen werden teilweise in weitere Teilphasen unterteilt. Besonders bekannt sind beispielsweise das Vorprojekt (31), das Bauprojekt (32), die Ausschreibung (41), die Ausführung (52) und die Inbetriebnahme beziehungsweise der Abschluss (53).

Das Phasenmodell bietet eine Orientierung, ersetzt aber keine projektspezifische Aufgaben- und Verantwortlichkeitsregelung. Die konkreten Leistungen richten sich unter anderem nach den vereinbarten Verträgen und den anwendbaren Regelwerken.

Die sechs SIA-Phasen im Bauprojekt: Strategische Planung, Vorstudien, Projektierung, Ausschreibung, Realisierung und Bewirtschaftung.

Phase 1: Strategische Planung

Am Anfang steht nicht der Bauplan, sondern die Frage, welches Bedürfnis mit einem Bauvorhaben erfüllt werden soll.

In der strategischen Planung werden die grundlegenden Ziele, Anforderungen und Rahmenbedingungen geklärt.

Phase 11: Bedürfnisformulierung und Lösungsstrategien

In dieser Teilphase werden die Bedürfnisse der Bauherrschaft erfasst und mögliche Lösungsrichtungen untersucht.

Typische Aufgaben sind:

Die planerische Arbeit besteht hier vor allem darin, die richtigen Fragen zu stellen und Entscheidungsgrundlagen zu schaffen.

Ausführungstechnische Arbeiten stehen noch nicht im Vordergrund. Trotzdem können bereits technische Anforderungen relevant sein, etwa bezüglich Standort, bestehender Bausubstanz oder späterer Nutzung.

Wichtige Informationen: Bedürfnisformulierungen, Zielsetzungen, Anforderungskataloge, erste Kosten- und Terminvorstellungen sowie dokumentierte Grundsatzentscheide.

Phase 2: Vorstudien

In den Vorstudien wird untersucht, wie die formulierten Bedürfnisse umgesetzt werden können.

Verschiedene Lösungsansätze werden geprüft, bevor die eigentliche Projektierung beginnt.

Phase 21: Definition des Bauvorhabens und Machbarkeitsstudie

Damit wird der Modellaustausch zu einem kontrollierten Informationsprozess.

Die Machbarkeit eines Bauvorhabens wird unter technischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Gesichtspunkten untersucht.

Dabei können beispielsweise Standortbedingungen, baurechtliche Vorgaben, bestehende Anlagen, Platzverhältnisse oder unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten eine Rolle spielen.

Ziel ist es, eine tragfähige Grundlage für die weitere Projektentwicklung zu schaffen.

Phase 22: Auswahlverfahren

Je nach Projekt werden Planende oder Projektlösungen in einem geeigneten Verfahren ausgewählt.

Dazu können beispielsweise Wettbewerbe oder andere Auswahlverfahren gehören.

Wichtig sind klare Anforderungen, nachvollziehbare Beurteilungskriterien und eine strukturierte Dokumentation der Ergebnisse.

Wichtige Informationen der Phase 2: Machbarkeitsstudien, Variantenvergleiche, Projektdefinitionen, Beurteilungen, Auswahlentscheide und erste vertiefte Kosten- und Terminangaben.

Phase 3: Projektierung

In der Projektierung wird aus einer grundsätzlichen Projektidee ein zunehmend konkret beschriebenes Bauvorhaben.

Architektur, Tragwerk, Gebäudetechnik und weitere Fachdisziplinen entwickeln ihre Planungen und stimmen diese miteinander ab.

Mit zunehmender Planungstiefe wächst auch die Menge der Projektinformationen.

Phase 31: Vorprojekt

Im Vorprojekt werden wesentliche gestalterische, funktionale und technische Lösungen entwickelt.

Typische Aufgaben sind:

In dieser Phase werden grundlegende Weichen gestellt, die sich später nur noch mit zusätzlichem Aufwand verändern lassen.

Eine nachvollziehbare Dokumentation der Varianten und Entscheidungen ist deshalb besonders wichtig.

Phase 32: Bauprojekt

Das Bauprojekt konkretisiert die gewählte Lösung.

Die Fachplanungen werden vertieft und aufeinander abgestimmt. Technische Anforderungen, Materialien, Konstruktionen und weitere projektrelevante Aspekte werden präzisiert.

Hier gewinnt die Koordination zwischen den Fachdisziplinen erheblich an Bedeutung.

Werden BIM-Modelle eingesetzt, müssen die verschiedenen Fach- und Teilmodelle zuverlässig ausgetauscht, gemeinsam betrachtet und auf offene Koordinationsthemen geprüft werden können.

Festgestellte Konflikte oder offene Fragen können beispielsweise über BCF-Issues dokumentiert und nachverfolgt werden.

Phase 33: Bewilligungsverfahren

Für das Bauvorhaben werden die erforderlichen Bewilligungsunterlagen vorbereitet und eingereicht.

Die Planung muss die massgebenden Anforderungen erfüllen und in einer geeigneten Form dokumentiert werden.

Rückmeldungen von Behörden oder weiteren zuständigen Stellen können Anpassungen erforderlich machen.

Wichtige Informationen der Phase 3: Planstände, Fachmodelle, technische Nachweise, Koordinationsfragen, Entscheidungen, Kosteninformationen und Bewilligungsunterlagen.

Gerade hier ist entscheidend, dass alle Beteiligten erkennen können, welche Version einer Information für welchen Zweck verwendet werden soll.

Phase 4: Ausschreibung

In der Ausschreibungsphase werden die vorgesehenen Bauleistungen so beschrieben, dass geeignete Unternehmen Angebote erstellen können.

Die Ausschreibung schafft eine wichtige Grundlage für die wirtschaftliche Abwicklung des Bauprojekts.

Phase 41: Ausschreibung, Offertvergleich und Vergabe

Zu den typischen Aufgaben gehören:

In der Schweiz spielt der Normpositionen-Katalog (NPK) bei der strukturierten Beschreibung von Bauleistungen eine wichtige Rolle.

Für die Vergleichbarkeit der Angebote ist entscheidend, dass die Unternehmen auf einer einheitlichen und nachvollziehbaren Informationsgrundlage kalkulieren.

Die Ausführung hat in dieser Phase üblicherweise noch nicht begonnen. Mit der Vergabe werden jedoch wichtige wirtschaftliche und organisatorische Voraussetzungen für die Realisierung geschaffen.

Wichtige Informationen: Leistungsverzeichnisse, Ausschreibungspläne, Rückfragen, Offerten, Vergleiche, Bereinigungen, Vergabeentscheide und Vertragsgrundlagen.

Phase 5: Realisierung

In der Realisierung wird das geplante Bauvorhaben für die tatsächliche Ausführung vorbereitet, erstellt und schliesslich abgeschlossen.

Die Zusammenarbeit zwischen Planung, Bauleitung, ausführenden Unternehmen und Bauherrschaft wird besonders intensiv.

Phase 51: Ausführungsprojekt

Das Ausführungsprojekt konkretisiert die Informationen, die für die Erstellung des Bauwerks benötigt werden.

Dazu gehören insbesondere detaillierte Ausführungspläne, technische Angaben und die Abstimmung zwischen den beteiligten Fachdisziplinen.

Wichtig ist, dass die ausführenden Unternehmen rechtzeitig auf die für ihre Arbeiten vorgesehenen Unterlagen zugreifen können.

Planänderungen und neue Versionen müssen eindeutig erkennbar sein. Andernfalls besteht die Gefahr, dass auf der Baustelle mit veralteten Informationen gearbeitet wird.Entscheidend ist, ob die Schnittstellen zum tatsächlichen Informationsprozess des Projekts passen und der Modellstand sowie die Verantwortlichkeiten nachvollziehbar bleiben.

Phase 52: Ausführung

Während der Ausführung werden die geplanten Bauleistungen umgesetzt.

Die Bauleitung koordiniert und überwacht im Rahmen ihrer vereinbarten Aufgaben die Arbeiten, Termine, Qualität und weitere projektrelevante Aspekte.

Typische Tätigkeiten sind:

Das Baujournal dokumentiert das tägliche Geschehen auf der Baustelle. Die Fotodokumentation ergänzt diese Aufzeichnungen und hält Zustände sowie Fortschritte bildlich fest.

Werden Mängel festgestellt, ist eine strukturierte Bearbeitung wichtig. Eine Feststellung allein genügt nicht. Es muss nachvollziehbar bleiben, wer für die Behebung zuständig ist und ob diese kontrolliert abgeschlossen wurde.

Phase 53: Inbetriebnahme und Abschluss

Gegen Ende der Realisierung werden Anlagen und Bauwerksteile geprüft, in Betrieb genommen und für die Nutzung vorbereitet.

Zu den wesentlichen Aufgaben gehören je nach Projekt:

Gerade beim Projektabschluss zeigt sich, ob die Informationsverwaltung während der Planung und Ausführung konsequent organisiert wurde.

Fehlende Dokumente, unklare Dateiversionen und verstreute Informationen lassen sich am Ende oft nur mit erheblichem Aufwand zusammentragen.

Deshalb sollte die Datenübergabe nicht erst kurz vor Projektabschluss vorbereitet werden.

Phase 6: Bewirtschaftung

Mit der Nutzung des Bauwerks endet der Bedarf an Projektinformationen nicht.

Im Gegenteil: Für Betrieb, Wartung, Instandhaltung, Umbauten und spätere Entscheidungen werden Informationen benötigt, die bereits während der Planung und Realisierung entstanden sind.

Dazu gehören beispielsweise:

Die Qualität der Datenübergabe beeinflusst, wie gut diese Informationen im Betrieb genutzt werden können.

Eine grosse Menge abgelegter Dateien ist dabei nicht automatisch ein gutes Informationsmanagement.

Entscheidend ist, ob die Informationen aktuell, verständlich, auffindbar und für die zuständigen Personen zugänglich sind.

Garantiephase: Mängel nach der Abnahme nachvollziehbar bearbeiten

Die Garantiephase ist keine eigenständige Hauptphase des SIA-Phasenmodells. In der Baupraxis ist sie dennoch ein wichtiger Zeitraum nach der Abnahme.

Während dieser Zeit können Mängel festgestellt werden, die bei der Abnahme noch nicht erkennbar waren oder erst während der Nutzung auftreten.

Welche Rechte, Pflichten und Fristen gelten, hängt von den vertraglichen Vereinbarungen und den anwendbaren gesetzlichen beziehungsweise normativen Bestimmungen ab.

Insbesondere sind die Regelungen der SIA 118, sofern vertraglich vereinbart, von den gesetzlichen Bestimmungen zu unterscheiden.

Mängel erfassen und zuweisen

Ein gemeldeter Mangel sollte möglichst eindeutig beschrieben werden.

Hilfreich sind Angaben zum betroffenen Bauteil oder Raum, eine Beschreibung des Sachverhalts und gegebenenfalls Fotos.

Anschliessend muss geklärt werden, wer für die Prüfung und weitere Bearbeitung zuständig ist.

Mängelbehebung und Nachkontrolle dokumentieren

Eine Mängelmeldung ist nicht automatisch abgeschlossen, sobald ein Unternehmen eine Behebung meldet.

Je nach Sachverhalt ist eine Kontrolle erforderlich, um festzustellen, ob der Mangel tatsächlich behoben wurde.

Ein nachvollziehbarer Prozess dokumentiert deshalb den Weg von der Meldung über die Bearbeitung bis zum kontrollierten Abschluss.

Fristen und Verantwortlichkeiten im Blick behalten

Während der Garantiephase sind die geltenden Melde-, Rüge- und Verjährungsfristen besonders zu beachten.

Ein digitales Mängelmanagement kann helfen, Meldungen, Verantwortlichkeiten und Bearbeitungsstände zu organisieren.

Die rechtliche Beurteilung und Einhaltung der massgebenden Fristen müssen jedoch anhand der konkreten vertraglichen und gesetzlichen Grundlagen erfolgen.

Datenübergabe und Archivierung: Informationen langfristig verfügbar halten

Ein Bauprojekt erzeugt über mehrere Jahre eine grosse Menge an Informationen.

Pläne, Modelle, Protokolle, Freigaben, technische Unterlagen, Fotos und Entscheidungen entstehen in unterschiedlichen Projektphasen und bei verschiedenen Beteiligten.

Damit diese Informationen auch nach dem Projektabschluss genutzt werden können, müssen sie rechtzeitig strukturiert und geordnet übergeben werden.

Welche Daten benötigt die Bauherrschaft?

Ein Bauprojekt erzeugt über mehrere Jahre eine grosse Menge an Informationen.

Pläne, Modelle, Protokolle, Freigaben, technische Unterlagen, Fotos und Entscheidungen entstehen in unterschiedlichen Projektphasen und bei verschiedenen Beteiligten.

Damit diese Informationen auch nach dem Projektabschluss genutzt werden können, müssen sie rechtzeitig strukturiert und geordnet übergeben werden.

Wichtig ist nicht nur die Vollständigkeit, sondern auch die Verwendbarkeit.

Eine Datei kann zwar vorhanden sein, für den späteren Betrieb aber wenig nützen, wenn ihr Inhalt unverständlich ist oder die erforderliche Software fehlt.

Daten strukturiert statt als ungeordnetes Archiv übergeben

Eine geordnete Datenübergabe sollte sicherstellen, dass die Empfänger die Informationen ohne umfangreiche Nachbearbeitung verwenden können.

Dafür sind beispielsweise folgende Punkte wichtig:

Die Anforderungen an die Übergabe sollten möglichst früh festgelegt werden.

So lässt sich vermeiden, dass wichtige Informationen erst am Projektende nachträglich zusammengesucht werden müssen.

Projektarchiv langfristig verfügbar halten

Ein Projektarchiv dient dazu, relevante Informationen auch nach dem Abschluss des Bauprojekts verfügbar zu halten.

Dabei stellen sich mehrere Fragen:

Nicht alle Informationen müssen unbegrenzt aufbewahrt werden. Aufbewahrungsfristen und Zugriffsrechte sind anhand der geltenden rechtlichen, vertraglichen und organisatorischen Anforderungen festzulegen.

Ein digitales Archiv ist deshalb mehr als ein Ordner mit abgeschlossenen Projektdateien. Es benötigt eine nachvollziehbare Struktur und klare Zuständigkeiten.

Datenübergabe bei einem Eigentümerwechsel

Wird eine Liegenschaft verkauft, benötigt auch die neue Eigentümerschaft verlässliche Informationen über das Gebäude.

Dazu können beispielsweise Gebäudepläne, technische Dokumentationen, Wartungsunterlagen, Angaben zu Anlagen und Informationen über noch offene Sachverhalte gehören.

Eine geordnete Datenhaltung erleichtert die Zusammenstellung dieser Unterlagen.

Allerdings muss bei einem Eigentümerwechsel geklärt werden, welche Dokumente und Daten übergeben werden dürfen oder müssen. Auch Vertraulichkeit, Datenschutz, Nutzungsrechte und vertragliche Vereinbarungen können eine Rolle spielen.

Eine frühzeitig organisierte Gebäudedokumentation ist deshalb nicht nur für die ursprüngliche Bauherrschaft wertvoll, sondern kann auch die spätere Weitergabe von Gebäudeinformationen erleichtern.

Informationen über alle SIA-Phasen hinweg steuern

Die einzelnen SIA-Phasen unterscheiden sich in ihren Aufgaben. Die Informationen sind jedoch über den gesamten Projektverlauf miteinander verbunden.

Eine Entscheidung aus dem Vorprojekt beeinflusst möglicherweise die spätere Ausführungsplanung. Eine Planänderung während der Realisierung muss in den Revisionsunterlagen berücksichtigt werden. Eine technische Anlage benötigt auch Jahre nach der Übergabe noch verständliche Betriebsinformationen.

Die zentrale Herausforderung besteht darin, diese Zusammenhänge über Phasen- und Verantwortlichkeitswechsel hinweg zu erhalten.

Darstellung der Informationsübergaben im Bauprojekt von Anforderungen und Entscheiden über Pläne, Modelle und Ausführungsnachweise bis zu Revisionsunterlagen und Betriebsinformationen. Versionen, Freigaben und Zuständigkeiten sichern die Nachvollziehbarkeit.

Informationssteuerung als durchgängige Aufgabe

Informationssteuerung bedeutet, dass die benötigten Informationen zur richtigen Zeit in geeigneter Qualität verfügbar sind.

Dazu gehören klare Zuständigkeiten, nachvollziehbare Versionen, definierte Freigaben und eine geeignete Organisation der Projektdokumentation.

CDE als gemeinsame Informationsumgebung

Eine Common Data Environment (CDE) kann helfen, Pläne, Modelle, Dokumente und weitere Projektinformationen zentral bereitzustellen und zu verwalten.

Der Nutzen liegt nicht allein in der Ablage, sondern in nachvollziehbaren Informationsständen und geregelten Zusammenarbeitsprozessen.

BIM-Informationen über den Projektverlauf nutzen

BIM-Modelle können während der Planung und Koordination wichtige Informationen bereitstellen.

Damit diese Informationen später nutzbar bleiben, müssen Modellaustausch, Versionierung und Datenübergabe entsprechend organisiert werden.

Nicht jedes Projekt benötigt denselben BIM-Umfang. Entscheidend ist, welche Informationen für die jeweiligen Aufgaben tatsächlich erforderlich sind.

Fazit: Die SIA-Phasen strukturieren das Projekt, Informationen verbinden es

Das SIA-Phasenmodell hilft, die Aufgaben eines Bauprojekts von der ersten Idee bis zur Bewirtschaftung zu strukturieren.

Jede Phase hat ihre eigenen Ziele, Tätigkeiten und Ergebnisse. Gleichzeitig baut sie auf Informationen aus früheren Projektabschnitten auf.

Eine gute Projektorganisation betrachtet deshalb nicht nur die einzelnen Phasen, sondern auch die Übergänge dazwischen.

Besonders wichtig sind die Übergabe von Planungsinformationen an die Ausführung, die Dokumentation während des Bauprozesses und die strukturierte Übergabe der Gebäudedaten an die Bauherrschaft.

Auch nach der Abnahme müssen Informationen für die Garantiephase, den Betrieb und mögliche spätere Eigentümerwechsel verfügbar bleiben.

Ein Bauwerk wird über Jahre genutzt. Die Informationen darüber sollten nicht bereits mit dem Projektabschluss verloren gehen. 

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Über den Autor

Linus Jost

Linus Jost beschäftigt sich mit digitaler Projektkommunikation und Informationsmanagement im Bauwesen. Auf netox.ch teilt er seine fachlichen Perspektiven und praktischen Erfahrungen dazu, wie Bauinformationen strukturiert, gesteuert und für verlässliche Entscheidungen nutzbar gemacht werden.